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 Infos über Lamas

Was sind Lamas?

Als Paarhufer zählen Lamas zur Unterordnung der Schwielensohler. Die Familie der Kamele spaltet sich auf in Altweltkamele(Dromedar und Trampeltier) und Neuweltkamele (Wildformen: Guanako und Vikunja; domestiziert: Lama und Alpaka). Alle Kameliden kauen ihre Nahrung wieder, besitzen aber im Gegensatz zu den echten Wiederkäuern nur einen dreiteiligen Magen.
Die Domestikation der Neuweltkameliden(NWK) begann in Südamerika vor ca. 4500 Jahren. Die Lamas wurden seit alters her als Lastenträger sowie als Fleisch- und Wolllieferant gezüchtet. Die Risthöhe liegt deutlich über einem Meter, das Gewicht variiert je nach Größe zwischen 130 und 170 kg. Beim Lama unterscheidet man zwei Typen: das Ccara sullo auch Classic Lama genannt ist ein großrahmiges, hochbeiniges Tier mit langgezogenem Rücken und großem, fast pferdeähnlichem Kopf. Über seinem Rumpf liegt das Wollkleid wie eine Decke, am Hals dünnt der Behang deutlich aus, Kopf und Beine sind fast unbehaart.
Daneben unterscheidet sich das Wooly-Lama hauptsächlich durch seinen dichten, langen Behang, der auch Teile von Stirn und Beinen bedeckt. Das Wooly ist zudem kleiner als das Ccara sullo, der Rücken kürzer, der Kopf etwas feiner. Alle Lamas haben leicht bis markant geschwungene Ohren (Bananenohren).Der Kopf erscheint im Profil rechteckig, der Rücken ist gerade, der Schwanz hoch angesetzt.
Lamas sind mit 2 Jahren zuchtreif. Die Tragzeit beträgt ca. 350 Tage. Es sind aber auch schon Extremwerte von 325-386 Tagen beobachtet worden. Die Lebenserwartung der Tiere liegt bei etwa 20 Jahren. Seit 1996 sind Lamas bei uns in Deutschland als landwirtschaftliche Nutztiere anerkannt. Die Schwielensohler werden als besonders weideschonend geschätzt, da sie auch bei längerer Beweidung die Grasnarbe nicht verletzen. Sie können ganzjährig im Freien gehalten werden, wobei ihnen ein dreiseitig geschlossener Unterstand zur Verfügung stehen muss. Lamas werden alle 2 Jahre geschoren. Die ruhige Art der Tiere lässt es zu, dass diese Tätigkeit in der Regel vom Halter selbst durchgeführt werden kann. Die Wolle kann zur Weiterverarbeitung an die zentrale Sammelstelle des Vereins der Züchter, Halter und Freunde von Neuweltkameliden geschickt werden, wo sie zur Verarbeitung weitergeleitet wird.

Wandern mit Lamas - ein Freizeitvergnügen der besonderen Art

Da Lamas ausgezeichnete Lastenträger sind kann einem ausgebildeten Tier ein Packsattel mit bis zu 25 kg Gepäck aufgelegt werden. Die Tiere sind in jedem Gelände trittsicher und ihre Ausdauer lässt es zu, dass mehrstündige Wanderungen zum Erlebnis werden.

Lamas als Attraktion auf dem Bauernhof - ein Magnet für Feriengäste

Besonders bei den kleinen Feriengästen sind Lamas sehr beliebt. Die freundlichen Tiere erleichtern auch ängstlichen Kindern einen Zugang zum Tier. Ist ein erster Kontakt hergestellt, können trainierte Lamas, vorzugsweise Wallache, von Kindern geführt werden.

Lamas als Schafwächter

Als Hüter der Schafe vertreibt das Lama Fuchs, Luchs und wildernde Hunde.(In den Anden muss es sich gegen den Puma behaupten).Dies geschieht auf gewaltlose Art. Das Lama ist sehr neugierig und stellt sich dem Eindringling. Für diesen ist es schon beeindruckend, aus einer Höhe von 1,70m herab angeschaut zu werden. Fliehende Schafe dagegen animieren ein jagendes Tier zum Angriff.

Spucken Lamas?

Zum Schluss die Frage die am häufigsten gestellt wird. Spucken Lamas wirklich? Ja, Lamas spucken in der Tat. Aber dieses Spucken ist vor allem eine Ausdrucksform der Rangordnung innerhalb der Herde. Es kommt äußerst selten vor, dass Lamas gezielt auf Menschen spucken; sie tun es nur dann, wenn sie sich bedroht oder extrem gereizt fühlen.


Mehr Informationen über die Haltung von Lamas erfahren Sie natürlich bei uns.

 
 

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